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Reform des SGB VIII – Erziehungsstellen nach § 34 SGB VIII vor dem Aus ?!!

Die ursprünglich geplante Fassung des § 45a SGB VIII im Rahmen des KJSG beinhaltet das Risiko, dass Kleinsteinrichtungen, insbesondere Erziehungsstellen gemäß § 34 SGB VIII, zukünftig nicht mehr als betriebserlaubnispflichtige Einrichtungen gelten, sondern in den Bereich der Pflegekinderhilfe abgedrängt werden. Grund dafür ist besonders der letzte Satz der geplanten Norm, der den Begriff „Einrichtung“ so definiert, dass Erziehungsstellen möglicherweise nicht mehr als „Einrichtung“ nach §34 SGB VIII gelten können.

Eine derartige gesetzliche Ausgestaltung der Norm ist aus Sicht des VPK ein falscher Weg. Nach derzeitiger Rechtsgrundlage sind auch Kleinsteinrichtungen betriebserlaubnispflichtig und der Einrichtungsbegriff ist nicht an die Anzahl der Plätze geknüpft; dies muss aus Sicht des VPK auch unbedingt so bleiben.

Gegen die o.g. neue Norm sprechen vor allem zwei gewichtige Gründe:

  1. Die erforderliche Betreuung durch Fachkräfte, die diese Tätigkeit als Beruf ausüben.
  2. Aspekte der Sicherstellung des Kinderschutzes.

Beide Punkte werden in der nachfolgenden Stellungnahme erläutert.



Bindung ist (fast) alles- Ist ohne Bindung nichts?

Die Arbeit in Erziehungsstellen und Pflegefamilien zeichnen sich dadurch aus, dass sie stark bindungsorientiert arbeiten. Der folgende Artikel aus der VPK Zeitschrift „Blickpunkt Jugendhilfe“ Heft 3+4 2015 enthält eine hervorragende Einordnung der Bindungstheorie in die sozialpädagogische Arbeit von Alexander Trost mit dem Titel:

Wie ist das Leben im Heim (eine Produktion des WDR)